PU-Lackarbeiten im Winter – Wichtige Hinweise

Hinweise zu PU-Lackarbeiten im Winter:

I. Bauumgebung

Die Umgebungstemperatur auf der Baustelle darf nicht unter 5 °C liegen und die Luftfeuchtigkeit darf nicht über 80 % liegen.

Bei einer Raumtemperatur unter 10 °C wird empfohlen, geeignete Heizmaßnahmen zu ergreifen, um die Trocknungsgeschwindigkeit der PU-Farbe zu gewährleisten, ohne die Produktionseffizienz zu beeinträchtigen.

II. Produktauswahl

1. Die Produkte sind der Jahreszeit entsprechend auszuwählen. PU-Lacke werden im Allgemeinen in Sommer- und Winterlacke unterteilt. Auf dem Etikett des Konformitätszertifikats ist (S) für Sommer- und (D) für Winterlacke vermerkt. Fehlt eine Angabe, handelt es sich um Universallacke. Insbesondere bei PU-Decklacken dürfen Sommerlacke im Herbst und Winter nicht verwendet werden, da sonst der Glanz beeinträchtigt werden kann.

2. Für PU-Lacke, insbesondere für PU-Grundierungen, muss der passende PU-Härter verwendet werden. Härter mit niedrigem Feststoffgehalt dürfen nicht willkürlich verwendet werden, da dies zu unzureichender Aushärtung, starkem Restgeruch, Hinterschneidungen, Ablaufen des Lackfilms, ungenauem Glanz oder geringer Härte des Decklacks usw. führen kann.

4. Auswahl des Lösungsmittels:

Bei 15 ℃ – 20 ℃ wird das Pu-Standardverdünnungsmittel cj-001l oder SR-71 ausgewählt;

Bei Temperaturen unter 15 ℃ wird das Pu-Winterverdünnungsmittel cj-003l oder sr-73 verwendet.

III. Farbmischung

1. Aufgrund der niedrigen Wintertemperaturen verlangsamt sich die Reaktionsgeschwindigkeit zwischen PU-Hauptlack und Härter. Um die Härte und Haftung am Folgetag zu verbessern, können vor Ort 10 % mehr Härter hinzugefügt werden. Dies beeinträchtigt den Glanz des Decklacks nicht und beschleunigt die Trocknung der Grundierung.

2. Im Winter darf die Zugabe von Härter für PU-Klarlackgrundierung maximal 20 % und für Weißgrundierung maximal 10 % betragen. Eine willkürliche Zugabe von mehr Härter zur Beschleunigung der Trocknung ist zu vermeiden, da dies zu Rissbildung, schlechter Haftung, sprödem Lackfilm, späterem Ausbleichen und anderen unerwünschten Zuständen führen kann.

3. Nach der Vorbereitung der PU-Grundierung und des Deckanstrichs müssen diese innerhalb von 3-4 Stunden verbraucht werden (ausgenommen weiße Grundierung, bei der sie innerhalb von 2 Stunden verbraucht werden müssen).

IV, andere

1. Bei Grundmaterialien mit hohem Öl- oder Feuchtigkeitsgehalt muss der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes auf 8–12 % reduziert werden. Anschließend wird das Grundmaterial versiegelt und mit einer ölbeständigen PU-Grundierung (CJ-104Y) behandelt, um ein Weißwerden des Lackfilms zu verhindern. Teak, säurehaltiges Kiefernholz und ölhaltige Kiefernhölzer erfordern besondere Aufmerksamkeit.

2. Gemeinsames Grundmaterial zur Abdichtung: Bitte verwenden Sie den Dichtungsprimer SR-201 oder CJ-104, um die Abdichtungswirkung zu gewährleisten.

3. Es wird nicht empfohlen, herkömmliche Grundierung nach dem Verdünnen als Versiegelung des Untergrunds zu verwenden, da die Versiegelungsleistung sonst nicht ausreicht und der nachfolgende Lackanstrich absacken kann. Darüber hinaus sollte kein Härter ohne Zugabe verwendet werden, da dies den Glanz des Decklacks, den Geruch des Lackanstrichs, die Vernetzungsdichte des Lackanstrichs oder dessen Sprödigkeit und Rissbildung beeinträchtigen kann. Auch Verdünnungsmittel können den Geruch des Lackanstrichs verstärken, den Glanz mindern und die Transparenz beeinträchtigen.

4. Wenn Kitt bei der Konstruktion verwendet wird, darf er nicht zerkratzt oder zu dick aufgetragen werden und muss nach vollständiger Trocknung gründlich poliert werden, insbesondere bei deckenden Anstrichen, um Risse und Abplatzungen zu vermeiden.

5. Eine einmalige dicke Beschichtung ist während des Flugzeugbaus strengstens untersagt, um ein Beschlagen des Films und ein Austrocknen der Oberfläche zu verhindern.


Veröffentlichungsdatum: 11. November 2019